Anonim
Weniger Tabak und weniger Alkohol bei Jugendlichen im Alter von 17 Jahren in den französischen überseeischen Departements. Dies ist das Ergebnis der ESCAPAD-Umfrage, die die französische Beobachtungsstelle für Drogen und Drogensucht (OFDT) von 2005 bis 2011 in drei Schritten durchgeführt hat. 7.598 junge Menschen im Alter von 17 Jahren mit Wohnsitz in Guadeloupe, Guyana, Martinique und Reunion wurden verfolgt. Sie wurden nach ihrem Konsum psychoaktiver Substanzen (Alkohol, Tabak, Cannabis) gefragt. In Bezug auf Tabak und Cannabis zeigt die Studie zunächst, dass wie auf dem französischen Festland eine größere Anzahl von Jungen raucht (+ 10%). Der große Unterschied betrifft jedoch den täglichen Konsum harter Drogen im Jahr 2011 zwischen den überseeischen Departements und dem Festland: Tatsächlich konsumieren 13, 5% der Jugendlichen im Alter von 17 Jahren Tabak, verglichen mit 31, 5% der Jugendlichen im Jahr 2011 Metropole. Die Studie ergab, dass in den französischen überseeischen Departements "normale Intoxikationssituationen" viel seltener vorkommen als auf dem französischen Festland (7% gegenüber 10, 5%). Was jedoch Cannabis betrifft, ist es bei Teenagern aus Dominica (5, 7%) genauso beliebt wie bei Einheimischen (5, 6%). Stärkere elterliche Kontrolle, strengere religiöse Aufklärung Nach Ansicht der OFDT-Ermittler hängt der Unterschied in den Ergebnissen von den familiären und schulischen Situationen ab. Jugendliche von getrennten Eltern gaben 2011 an, mehr zu trinken. "Die Zugehörigkeit zu einem privilegierten familienökonomischen Umfeld scheint mit einem höheren Tabak-, Alkohol- und Cannabiskonsum auf Martinique und Reunion verbunden zu sein", sagt der OFDT. Die Studie weist darauf hin, dass die Faktoren mit denen auf dem französischen Festland identisch sind. Der Religionsunterricht könnte auch erklären, warum die Teenager in den französischen überseeischen Departements klüger sind als die in der Metropole. Das in den überseeischen Departements sehr präsente Bild der Polizei würde eine strengere elterliche und gesellschaftliche Kontrolle fördern. In Reunion hingegen sind die Konsumgewohnheiten stärker als auf den anderen Inseln, nähern sich jedoch denen des Festlandes an. "